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Jubiläumskonzert

14. November 2022

Andrea Kollé, Florence Flammer* | Flöte
Martin Frutiger, Anja Ebenhoch* | Oboe
Orfeas Hiratos, Jiye Lee* | Klarinette
Mischa Greull, Thomas Jetter* | Horn
Maria Wildhaber, Esther Trujillo Sánches | Fagott
* Studierende der Zürcher Hochschule der Künste

George Enescu 1881-1955
«Decet» für Bläser D-Dur op.14 (1906)
Doucement mouvementé
Modérément
Allègrement, mais pas trop vif

Joachim Raff 1822-1882
Sinfonietta F-Dur op.188 (1873)
für zehn Bläser
Allegro
Allegro molto
Larghetto
Vivace

Die Sinfonietta für zehn Bläser vom Zürcher Komponisten Joachim Raff, der dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiert, und das «Decet» vom Rumänen George Enescu sind für die
gleiche Besetzung komponiert. Raff und Enescu stammen beide aus Ländern die in der Geschichte der klassischen Musik eine eher untergeordnete Rolle spielten. Beide kehrten
ihrem Geburtsland den Rücken um in ihrer neuen Heimat künstlerische Impulse zu sammeln. Raff wanderte nach Deutschland aus, Enescu nach Frankreich, wo er in Paris bei Gabriel Fauré und Jules Massenet Komposition studierte. Sein «Decet» komponierte Enescu Anfang 1906. Es wurde in Paris am 12. Juni 1906 in einem Konzert der «Société Moderne d’Instruments à Vent» uraufgeführt. Das Werk ist sowohl ein sensationell instrumentiertes Kammermusikwerk, als auch eine grossartige Sinfonie. Raff bekam Impulse von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Franz Liszt. und dem Geiger Joseph Joachim. Nachdem er einige Jahre als Liszts Privatsekretär tätig war, machte Raff sich 1856 selbstständig. Erst während der folgenden Jahren mehrte sich sein Ruhm als Komponist. Seine Sinfonietta ist brilliant, virtuos und sprüht vor Lebensfreude.

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Winds for Winds

23. Januar 2023

Andrea Kollé | Flöte
Martin Danek | Oboe
Fabio Di Càsola
|
Klarinette
Joan Bernat Sanchis | Horn
Maria Wildhaber | Fagott
Alexander Boeschoten | Klavier

François René Gebauer 1773-1845
Trio e-Moll op. 32 für Flöte, Klarinette und Fagott

Edward Elgar 1857-1934
Romance op. 62 (1910) für Fagott und Klavier

Philippe Gaubert 1879-1941
«Tarantelle» (1904) für Flöte, Oboe und Klavier

Franz Strauss 1822-1905
Thema und Variationen op. 13 (1875)
für Horn und Klavier

Malcolm Arnold 1921-2006
Sonatine op. 29 (1951) für Klarinette und Klavier

Carl Joachim Andersen 1847-1909
«Au bord de la mer» op. 9 für Flöte und Klavier

Paul Taffanel 1844-1908
Quintett g-Moll (1878)

In den vergangenen Jahrhunderten war das Komponieren ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit eines Musikers. Berühmte Beispiele sind Pianisten wie Liszt, Chopin und Rachmaninov. Auch unter den Bläsersolisten gab es zahlreiche Komponisten. Franz Strauss,  der Vater von Richard Strauss, war einer der angesehensten Hornvirtuosen seiner Zeit. Der Däne Carl Joachim Andersen war Gründungsmitglied der Berliner Philharmoniker, zuerst als Soloflötist, später als Dirigent. Der französische Fagottist François René Gebauer stammt aus einer Musiker-Dynastie, sowohl sein Vater als auch seine vier Brüder waren Musiker und komponierten. Paul Taffanel und sein Schüler Philippe Gaubert waren als Flötisten, Komponisten, Dirigenten und Lehrer äusserst erfolgreich und gelten heute als Gründer der französischen Flötenschule. Edward Elgar war ursprünglich Fagottist und Malcolm Arnold begann seine Karriere als Trompeter. Beide widmeten sich aber später ganz der Komposition.

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Classic meets Jazz

27. März 2023

Harry White | Saxophon
Andrea Kollé | Flöte
Martin Danek | Oboe
Fabio Di Càsola | Klarinette
Mischa Greull | Horn
Maria Wildhaber | Fagott
Alexander Boeschoten | Klavier

Antonín Dvorák 1841-1904
Drei Slawische Tänze
In einer Fassung für Bläsersextett von Harry White

Erwin Schulhoff 1894-1942
«Esquisses de Jazz» (1927)
Rag-Boston-Tango-Blues-Charleston-Black Bottom
In einer Fassung für Bläsersextett von Harry White

George Gershwin 1898-1937
«Three Preludes» (1926)
In einer Fassung für Bläserquintett von Lisa Portus

Daniel Schnyder *1961
Sonate für Altsaxophon und Klavier (1998.99)

Leonard Bernstein 1918-1990
Suite aus «West Side Story»
In einer Fassung für Bläserquintett von Richard Price

Erwin Schulhoff
«Susi – Fox Song» (1937)
In einer Fassung für Bläsersextett von Harry White

Der böhmische Komponist Antonin Dvorák trat 1892 eine Stelle als Direktor des National Conservatory of Music in New York an. In Amerika studierte Dvorˇák Spirituals und
Indianermelodien. Er komponierte dort zwei seiner berühmtesten Werke: die «Symphonie aus der neuen Welt» und das «Amerikanisches Streichquartett». Erwin Schulhoff gehörte zu den ersten europäischen Komponisten, die den
Jazz in ihre Kompositionen integrierten. Er trat als Jazzpianist in Clubs auf und verstand sich vorzüglich auf die Adaption von Elementen des Jazz und von Modetänzen. George Gershwin war Protagonist des Symphonic Jazz mit Werken, in denen er die afroamerikanische mit der zeitgenössischen Musik verband. Zu seinen bekanntesten Werken zählen «Rhapsody in Blue» und «An American in Paris», sowie die
Oper «Porgy and Bess». Auch beim Dirigenten Leonard Bernstein hört man immer einen Anklang von Jazz. Er schrieb Musicals und Filmmusik u. a. für «West Side Story». Beim
Schweizer Komponisten Daniel Schnyder ist der Jazz ein wesentlicher Bestandteil seiner Musiksprache. Er komponiert neben klassischer Musik auch Jazz.

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Winds and Voice

26. Juni 2023

Sarah Kollé | Sopran
Andrea Kollé | Flöte
Eva Polgar | Klarinette & Bassklarinette
Alexander Boeschoten | Klavier

Rosy Wertheim 1888-1949
«Trois chansons» für Sopran, Flöte und Klavier (1939)
Text Li Tai Po 701-762

Arthur Honnegger 1892-1922
Sonatine (1921/22) für Klarinette und Klavier

Jacques Ibert 1890-1962
«Deux Stèles orientées» (1925) für Sopran und Flöte
Text Victor Segalen 1878-1919

Olivier Messiaen 1908-1992
«Merle noir» (1951) für Flöte und Klavier

Mátyás Seiber 1905-1960
«Drei Morgenstern Lieder» (1929) für Sopran und Klarinette

Frank Martin 1890-1964
«Ballade» (1939) für Flöte und Klavier

Maurice Ravel 1875-1937
«La Flûte enchantée» aus «Shéhérezade»
für Sopran, Flöte und Klavier

Stefan Wirth *1975
Lieder für Sopran, Flöte, Bassklarinette und Klavier (UA)

In diesem Programm widmen wir uns der Kombination von Gesang, Flöte und Klarinette. Die niederländische jüdische Komponistin Rosy Wertheim führte in den 30er Jahren in Paris einen Salon, der Treffpunkt für viele Künstler war. Zu diesen Kreis gehörten Komponisten wie Arthur Honegger, Olivier Messiaen, Jacques Ibert und Maurice Ravel. Auch der
Schweizer Komponist Frank Martin war zu dieser Zeit in Paris und schrieb 1939 seine «Ballade» für den renommierten «Concours de Genève». Der ungarische Komponist Mátyás Seiber, Schüler von Zoltán Kodály, komponierte 1929 seine «Morgensternlieder» für Sopran und Klarinette. Sowohl die Texte als auch die Musik sind lustig, virtuos und teils absurd. Als krönender Abschluss der Saison hören wir die Uraufführung der diesjährigen Auftragskomposition des Zürcher Komponisten Stefan Wirth. Wir sind gespannt auf seine Lieder für Sopran, Flöte, Bassklarinette und Klavier.

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